Frühlingsbote Kuckuck

Als Frühlingsbote ist der männliche Kuckuck (Cuculus canorus) aktuell mit seinem lauten Reviergesang unüberhörbar. Der Zugvogel lebt gut versteckt in Laub- und Auwäldern oder offenen Landschaften mit vielen Sträuchern und Bäumen. Im Frühjahr kommt er aus Afrika zurück und bleibt bis zum Sommer.

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Dieser Meister der Tarnung ist für seine bemerkenswerte Fortpflanzungsstrategie bekannt, bei der die Weibchen ihre Eier in fremde Nester legen. Während der Brutzeit besiedeln sie gezielt Gebiete, in denen Wirtsvogelarten wie Zaunkönig, Rotschwanz, Teichrohrsänger, Heckenbraunelle, Neuntöter, Sumpfmeise und Bachstelzen vorkommen. Sie haben die erstaunliche Fähigkeit ihre Eier so zu färben, dass sie den Eiern der Wirtsvögel ähneln.
Er ist kein häufiger Vogel, so dass der Anteil der vom Kuckuck parasitierten Nester verhältnismäßig klein ist. Sitzt er einmal als Küken im Nest, wird er kaum jemals von den unfreiwilligen Vogeleltern abgelehnt – anders als Kuckuckseier, die mitunter entfernt werden.

Der Kuckuck frisst bevorzugt haarige Raupen mit kleinen Stacheln, die andere Vögel wegen der schweren Verdaulichkeit oder Giftigkeit verschmähen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten, wobei auch Heuschrecken eine wichtige Rolle spielen.

Der Bestand des Kuckucks nimmt in Europa ab, in Österreich gilt er noch als ungefährdeter Brutvogel. Hauptgefährdungsursachen sind der Mangel an Großinsekten und Lebensräumen wie Feucht- und Auwälder. Hinzu kommt der regionale Rückgang der Wirtsvögel. Einige Vogelarten brüten auch früher als bisher, wodurch der Kuckuck schwerer geeignete Nester findet.

Dieser Überlebenskünstler ist ein spannendes Beispiel dafür, wie vielfältig die Natur ist.