WINTER IN DER AU
Wie gehen Wildtiere und Insekten mit extremer Kälte, gefrorenen Böden, kurzen Tagen und einem kargen Nahrungsangebot um?
Viele Insekten verbringen den Winter in Kältestarre in Laubhaufen oder alten Baumstämmen. Auch ihre Eier und Larven sind dort geschützt und können sich im Frühjahr entwickeln.
Während die meisten Falter Spalten in Mauern oder Ästen aufsuchen, bilden Zitronenfalter und Marienkäfer eine Art Gefrierschutz aus Zuckeralkohol.
Amphibien verfallen an Land oder am Grund von Gewässern in eine Winterstarre.
Reptilien verfallen ebenfalls in Winterstarre und haben ebenso wie Amphibien ein eigenes Frostschutzsystem.
Fische grundeln am Boden, verbrauchen kaum Energie und müssen nichts fressen.
Winterschlaf halten Fledermäuse, Igel und die europäische Sumpfschildkröte.
Während der Winterruhe bleibt die Körpertemperatur von Eichhörnchen und Biber gleich.
Bei Eichhörnchen beginnt die Paarungszeit bereits im Jänner.
Der Biber fällt Bäume, um an die zarten Äste und Knospen der Kronen zu gelangen – im kalten Wasser bleibt die Nahrung für viele Wochen konserviert.
Pflanzenfresser wie Hirsche und Rehe graben nach Gräsern und Moos und knabbern Rinden und Triebe der Gehölze an, reduzieren allerdings ihre Nahrungsaufnahme um die Hälfte. Werden sie aufgescheucht, kostet sie das sehr viel Energie.
Für Waldvögel wie den Kernbeißer gibt es Samen und Früchte von Bäumen und Sträuchern im Auwald und auf Offenflächen. Als Schutz gegen Kälte plustern sie sich auf.
Nahrungsspezialisten wie Eulen oder Eisvögel sind bei Frost und geschlossener Schneedecke besonders betroffen: Eulen haben Mühe an Mäuse zu kommen, zugefrorene Gewässer versperren Eisvögeln den Zugriff auf Kleinfische. So ist bspw. der Eisvogel vermehrt an der Donau zu beobachten, wenn Altarme zugefroren sind.



